Inte­gral denken

Inte­gral denken

Mei­ne heu­ti­gen „Gedan­ken am Mor­gen“ beschäf­ti­gen sich mit dem The­ma „inte­gral Den­ken“, denn Ich lese gera­de im Buch “Gott 9.0, – Wohin unse­re Gesell­schaft spi­ri­tu­ell wach­sen wird” von Mari­on Küs­ten­ma­cher, Til­man Habe­rer und Wer­ner Tiki Küs­ten­macher

In Kapi­tel „Mensch 7.0: Para­dox den­ken, Sei­te 174, heisst es:

[…] Oft ver­hal­ten sich Wider­sprü­che zuein­an­der wie The­se und Anti­the­se, die gemein­sam auf einer höhe­ren Ebe­ne eine Syn­the­se ein­ge­hen kön­nen. […] In der Syn­the­se blei­ben grund­le­gen­de Aus­sa­gen von The­se und Anti­the­se erhal­ten, sie wer­den im dop­pel­ten Sin­ne »auf­ge­ho­ben« in einer neu­en Ein­heit. Wider­sprüch­li­ches kann sich gegen­sei­tig stüt­zen wie die auf­ein­an­der zustre­ben­den Hälf­ten eines Gewöl­bes, die sich im Schluss­stein ver­ei­ni­gen. Der trägt das Gan­ze durch sei­ne blo­ße Anwe­sen­heit am rich­ti­gen Punkt und hält es zusam­men. Das sys­te­misch-inte­gra­le GELBE Bewusst­sein ist dar­über hin­aus in der Lage, auch Para­do­xien neben­ein­an­der ste­hen zu las­sen, die das logi­sche Den­ken nicht in einer Syn­the­se auf­he­ben kann.

Da muss ich an Theo­ry U und den gegen­läu­fi­gen Bogen zum U denken…

Dual vs. inte­gral Denken

Ist es nicht so, dass wir die in der Theo­ry U gegen­läu­fi­ge Bewe­gung brau­chen (Pre­sen­cing-Abs­cen­cing), nein, die­se sogar eine exis­ten­zi­el­le Gegen­be­we­gung dar­stellt, die es uns ermög­licht, die Pro­ble­me inte­gral mit gel­ben Bewusst­sein zu erfassen?

Wir kön­nen uns über die Spa­zier­gän­ger, die Afd-Anhän­ger, die Umwelt­zer­stö­rer, die Raub­tier-Kapi­ta­lis­ten und die Into­le­ran­ten auf­re­gen. Und doch sind wir den Into­le­ran­ten gegen­über into­le­rant. Wir kön­nen Dual, in Gut und Böse den­ken, wir kön­nen mul­ti-modal Kate­go­ri­sie­ren und doch wer­den wir damit immer Spalten.

Wäre die inter­es­san­te Fra­ge, wenn wir inte­gral Den­ken wol­len, nicht viel mehr: „Wor­auf wei­sen uns die gegen­tei­li­gen Mei­nun­gen hin?“. Ist Kri­tik nicht immer Aus­druck eines Defi­zi­tes, wel­ches sich bemerk­bar machen will?

Es ist essen­ti­ell, dass wir die­se Kri­tik als das neh­men was sie ist. Ein Hin­weis auf eine Pola­ri­tät. Es ist unse­re Auf­ga­be eine Syn­the­se zu fin­den, bei der bei­de Sei­ten gewin­nen und nicht einen Kom­pro­miss, bei der bei­de Sei­ten verlieren.

Inklu­si­on vs. Integration

In die­sem Sin­ne sind sich Kom­pro­mis­se und Inklu­si­on gleich. Sie benach­tei­li­gen die Minderheit.

In der Inklu­si­on wird eine Min­der­heit resor­biert. Sie wird zwar auf­ge­nom­men, ver­liert dann jedoch ihre wert­vol­len Charakteristika.

Außer­dem ist Inklu­si­on dua­lis­tisch. Wenn wir inklu­die­ren, exklu­die­ren wir auto­ma­tisch auch. Inklu­si­on schließt ein (inclu­sio, lat. = Ein­schlie­ßung) und ist etwas ein­ge­schlos­sen, so ist es von der Welt da draus­sen getrennt, denn die­se ist in dem Moment aus­ge­schlos­sen. Wenn wir etwas „ein­schlie­ßen“ tren­nen wir es von sei­ner Her­kunft, sei­nen Wur­zeln, von dem was es ent­ste­hen ließ und von dem was es ist und wert­voll macht.

Die „Leit­kul­tur“ möch­te inklu­die­ren und damit die wert­vol­len Eigen­schaf­ten der „gelei­te­ten“ auflösen.

Inte­gra­ti­on ist anders. Inte­gra­ti­on bewahrt die Eigen­schaf­ten der Min­der­heit und zwingt die Mehr­heit, sich damit aus­ein­an­der zu set­zen. Ist etwas inte­griert, lässt es sich schwe­rer her­aus­lö­sen. Inte­gra­ti­on (Inte­gra­tio, lat. = Ein­be­zie­hung) bezieht ein. Es schafft Bezie­hun­gen. Um zu „ex-tegri­ern“ müs­sen die­se Bezie­hun­gen auf­ge­löst wer­den. Das Auf­lö­sen einer Bezie­hung ist immer schmerz­haft für bei­de Seiten.

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